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NEW ORLEANS SAINTS

Die Geschichte der New Orleans Saints

Die New Orleans Saints wurden am 1. November 1967 – passenderweise am Allerheiligen-Tag – als NFL-Expansionsteam gegründet und sind seitdem ein fester Bestandteil der Sportkultur von New Orleans. Der Name "Saints" (Heilige) wurde als Hommage an die berühmte Jazz-Hymne "When the Saints Go Marching In" und die stark katholisch geprägte Kultur der Stadt gewählt. Geschäftsmann David Dixon, der Visionär hinter dem Team und später auch Gründer der USFL, hatte jahrelang dafür gekämpft, ein NFL-Team nach Louisiana zu bringen. Das erste Spiel am 17. September 1967 im Tulane Stadium begann spektakulär: Receiver John Gilliam returnierte den Opening Kickoff 94 Yards zum Touchdown – ein magischer Moment vor über 80.000 Zuschauern, obwohl das Spiel gegen die Los Angeles Rams mit 13-27 verloren ging. Die schwarz-goldenen Farben symbolisierten die starke Verbindung zur Ölindustrie und wurden zum ikonischen Symbol der Stadt.

Die ersten zwei Jahrzehnte der Saints waren von beispielloser Erfolglosigkeit geprägt und machten das Team zum Inbegriff von NFL-Frustration. Von 1967 bis 1986 – sage und schreibe 20 Saisons lang – schafften die Saints keine einzige Winning Season oder Playoff-Teilnahme, eine der längsten Durststrecken in der NFL-Geschichte. Der Tiefpunkt kam 1980, als das Team alle ersten 14 Spiele verlor und Sportkommentator Buddy Diliberto die Fans aufforderte, mit Papiertüten über dem Kopf ins Stadion zu kommen – die "Aints" waren geboren. Trotz der sportlichen Misere gab es Lichtblicke: 1970 kickte Tom Dempsey ein NFL-Rekord-Field Goal aus 63 Yards, das erst 2013 gebrochen wurde. Quarterback Archie Manning (1971-1982), der Vater von Peyton und Eli Manning, wurde trotz eines schwachen Teams zu einem der beliebtesten Spieler der Franchise-Geschichte und kämpfte heldenhaft hinter einer schwachen Offensive Line.

Der Wendepunkt kam 1985, als Geschäftsmann Tom Benson das Team kaufte und General Manager Jim Finks sowie Head Coach Jim Mora verpflichtete. Diese Kombination führte 1987 endlich zur ersten Winning Season (12-3) und ersten Playoff-Teilnahme in der Franchise-Geschichte. Die Saints der späten 1980er und frühen 1990er Jahre waren geprägt von der legendären "Dome Patrol" – dem Linebacker-Quartett aus Rickey Jackson, Sam Mills, Vaughan Johnson und Pat Swilling, das zu den dominantesten Defensiv-Einheiten der NFL-Geschichte zählt. Rickey Jackson wurde später der erste Spieler, der primär als Saint in die Hall of Fame aufgenommen wurde. Trotz mehrerer Playoff-Teilnahmen unter Mora gelang kein einziger Postseason-Sieg. Das Team zog 1975 ins ikonische Louisiana Superdome um, das zu einem der bekanntesten Stadien der NFL wurde.

Alles änderte sich 2006, als die Saints nach dem verheerenden Hurrikan Katrina (2005) eine Wiedergeburt erlebten. Das Superdome hatte als Notunterkunft für über 30.000 Menschen gedient und schwere Schäden erlitten. Die Ankunft von Head Coach Sean Payton und Quarterback Drew Brees markierte den Beginn der erfolgreichsten Ära in der Saints-Geschichte. Brees, der von den San Diego Chargers kam und eine schwere Schulterverletzung überstanden hatte, entwickelte sich zum Gesicht des Franchise und einem der größten Quarterbacks aller Zeiten. Das emotionale Comeback-Spiel im renovierten Superdome am 25. September 2006 gegen die Atlanta Falcons (23-3 Sieg) mit Steve Gleasons legendärem geblocken Punt wurde zum Symbol für New Orleans' Wiederaufbau. Die Saints erreichten 2006 das NFC Championship Game und etablierten eine explosive Offense, die jahrelang die Liga dominierte.

Der Höhepunkt kam in der Saison 2009, als die Saints mit einer 13-3 Regular Season Bilanz den Super Bowl XLIV in Miami erreichten. Am 7. Februar 2010 besiegten sie die Indianapolis Colts um Peyton Manning mit 31-17 und gewannen die erste Championship in der Franchise-Geschichte. Sean Paytons mutiger Onside-Kick zu Beginn der zweiten Halbzeit ("Ambush") und Tracy Porters Pick-Six werden für immer in Erinnerung bleiben. Drew Brees wurde Super Bowl MVP. Der Sieg bedeutete mehr als Sport – er symbolisierte die Wiedergeburt von New Orleans nach Katrina. Brees spielte bis 2020 und brach zahllose NFL-Rekorde, darunter die meisten Career Passing Yards und Completions. Nach Brees' Ruhestand und Paytons Abgang 2021 folgten schwierige Jahre. 2025 kämpft das Team unter neuem Head Coach Kellen Moore mit einem 2-8 Record um Stabilität. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben die Saints mit ihrem Super Bowl-Titel, der "Who Dat Nation" und dem ikonischen Caesars Superdome ein stolzes Franchise mit reicher Geschichte und leidenschaftlicher Fanbase.

Erfolge & Auszeichnungen

1
Super Bowl Sieg
Super Bowl XLIV (2010 vs. Indianapolis Colts, 31-17)
1
NFC Championship
2009 Season - historischer erster Super Bowl-Einzug
9
Division Titel
1991, 2000, 2006, 2009, 2011, 2017, 2018, 2019, 2020
14
Playoff-Teilnahmen
Seit 1987 insgesamt 14 Playoff-Saisons, darunter erfolgreiche Ära 2006-2020

Franchise-Rekorde

  • Meiste Passing Yards
    Drew Brees - 80.358 Yards (2006-2020)
  • Meiste Touchdown-Pässe
    Drew Brees - 571 TDs (2006-2020)
  • Meiste Rushing Yards
    Deuce McAllister - 6.096 Yards (2001-2009)
  • Meiste Receiving Yards
    Marques Colston - 9.759 Yards (2006-2015)
  • Meiste Receptions
    Marques Colston - 711 Catches (2006-2015)
  • Meiste Career Sacks
    Cameron Jordan - 117+ Sacks (2011-present)

Caesars Superdome

Das Caesars Superdome, ursprünglich Louisiana Superdome genannt, ist seit seiner Eröffnung am 3. August 1975 die ikonische Heimat der New Orleans Saints und eines der bekanntesten Stadien der NFL. Mit seiner massiven Kuppel – der größten festen Dachkonstruktion der Welt mit einem Durchmesser von 680 Fuß (207 Meter) und einer Fläche von 440.000 Quadratfuß – ist das Superdome ein architektonisches Meisterwerk, das 13 Acres Land überspannt und 27 Stockwerke hoch ist. Entworfen vom renommierten Louisiana-Architekturbüro Curtis & Davis, wurde das Stadion für etwa 134 Millionen Dollar erbaut (nach heutiger Kaufkraft über 700 Millionen Dollar) und steht heute auf der National Register of Historic Places. Die ursprünglichen 70.000 bunten Sitze in drei Ebenen und die innovative Stahlgitter-Kuppel setzten neue Maßstäbe im Stadionbau.

Das Superdome hat eine bewegende Geschichte: Nach Hurrikan Katrina im August 2005 diente es als "Refuge of Last Resort" für über 30.000 Menschen und erlitt schwere Schäden von über 185 Millionen Dollar. Die Renovierung wurde zum Symbol für New Orleans' Wiederaufbau. Am 25. September 2006 kehrten die Saints mit einem emotionalen 23-3 Sieg gegen Atlanta zurück – Steve Gleasons geblockte Punt, die zum Touchdown führte, ist ein unvergesslicher Moment der NFL-Geschichte. 2011 wurden die Namensrechte für 10 Jahre an Mercedes-Benz verkauft, seit Juli 2021 heißt das Stadion Caesars Superdome nach einem 20-Jahres-Vertrag mit Caesars Entertainment im Wert von 138 Millionen Dollar. Mit aktuell 73.208 Sitzplätzen (erweiterbar auf 76.468) gehört es zu den größten NFL-Stadien.

Das Superdome ist nicht nur Heimat der Saints, sondern auch ein Premier-Veranstaltungsort für Mega-Events: Es hat acht Super Bowls ausgerichtet (Rekord, inkl. Super Bowl LIX im Februar 2025), sechs NCAA Final Fours, den jährlichen Sugar Bowl und zahlreiche andere College Football Classics. Der legendäre Stromausfall während des Super Bowl XLVII 2013 (34 Minuten Verzögerung) ging in die Geschichte ein. Von 2006 bis 2024 wurde das Stadion kontinuierlich modernisiert – zuletzt eine 560-Millionen-Dollar-Renovation, die 2024 abgeschlossen wurde. Die drei Ebenen sind nach Saints-Legenden benannt: Bobby Mitchell Level (Lower), Joe Gibbs Level (Club) und Pete Rozelle Level (Upper). Mit State-of-the-Art-Technologie, Premium-Clubs, zwei 40-Yard-Bars und der "Who Dat Nation" bietet das Caesars Superdome eine der elektrischsten Atmosphären der NFL.

Kapazität
73.208
Eröffnung
3. Aug. 1975
Spielfläche
FieldTurf
Baukosten
$134 Mio.
  • Das Superdome ist die größte feste Dachkonstruktion der Welt – die Kuppel hat einen Durchmesser von 680 Fuß und bedeckt 13 Acres ohne eine einzige Säule
  • Rekord-Austragungsort: Acht Super Bowls (XII 1978, XV 1981, XX 1986, XXIV 1990, XXXI 1997, XXXVI 2002, XLVII 2013, LIX 2025) – mehr als jedes andere Stadion
  • Steve Gleasons geblockte Punt am 25. September 2006 beim Comeback nach Katrina wurde mit einer Statue vor dem Stadion verewigt – ein Symbol für Resilienz
  • Das Stadion diente während Hurrikan Katrina als Notunterkunft für über 30.000 Menschen und wurde zum Symbol für New Orleans' Überleben und Wiederaufbau
  • Der legendäre Stromausfall beim Super Bowl XLVII 2013 dauerte 34 Minuten – verursacht durch einen Relay-Schalter, keine Stadion-Systeme
  • Die 560-Millionen-Dollar-Renovierung (2020-2024) brachte neue Eingangsbereiche, Premium-Clubs, verbesserte Barrierefreiheit und modernste Technologie
  • Zwei massive 40-Yard-Bars erstrecken sich von der 30- bis zur 30-Yard-Linie auf beiden Seiten des Stadions – spektakuläre Game-Day-Experience
  • Die mehrfarbigen Sitze sind strategisch angeordnet – verschiedene Farben nebeneinander lassen das Stadion voller wirken und schaffen eine einzigartige Atmosphäre
  • Das Superdome war Gastgeber von WrestleMania XXX und XXXIV, wobei WrestleMania 34 mit 78.133 Fans den Attendance-Rekord hält
  • Die "Who Dat Nation" und der "Who Dat"-Chant gehören zu den lautesten und leidenschaftlichsten Fanbases der NFL – das Superdome wird zur Festung

Fun Facts

Die Saints wurden an Allerheiligen (All Saints Day, 1. November 1967) gegründet – der Name ist eine perfekte Hommage an "When the Saints Go Marching In" und die Jazz-Kultur von New Orleans.
Drew Brees ist der All-Time Leader in Career Passing Yards (80.358) und Completions (7.142) in der NFL-Geschichte – er verbrachte 15 legendäre Saisons bei den Saints und brach unzählige Rekorde.
Der Super Bowl XLIV Sieg 2010 war mehr als ein Titel – er symbolisierte New Orleans' Wiederaufbau nach Katrina. Sean Paytons mutiger Onside-Kick "Ambush" und Tracy Porters Pick-Six sind NFL-Legende.
Die "Dome Patrol" – Rickey Jackson, Sam Mills, Pat Swilling und Vaughan Johnson – gilt als eine der größten Linebacker-Einheiten aller Zeiten und definierte die Saints-Defense der späten 1980er/frühen 1990er.
Tom Dempseys 63-Yard Field Goal im Jahr 1970 war ein NFL-Rekord, der 43 Jahre hielt – besonders bemerkenswert, da Dempsey ohne Zehen am rechten Fuß geboren wurde und einen speziellen Schuh trug.
Die "Aints"-Ära: In den schlechten Jahren trugen Fans Papiertüten mit "Aints" über dem Kopf – heute ist die "Who Dat Nation" eine der leidenschaftlichsten Fanbases der NFL.
Die Saints waren von 1967 bis 1986 das einzige NFL-Team ohne eine einzige Playoff-Teilnahme in 20 Jahren – der längste Playoff-Drought in der NFL-Geschichte zur damaligen Zeit.

Franchise-Legenden

Drew Brees
Quarterback (2006-2020)
Super Bowl XLIV Champion & MVP, 13× Pro Bowl, #9 retired, NFL All-Time Passing Leader (80.358 Yards), 571 TDs, revolutionierte Saints
Sean Payton
Head Coach (2006-2021)
Super Bowl XLIV Champion, 152-89 Rekord, 3× NFL Coach of the Year Finalist, mutiger "Ambush" Onside-Kick im Super Bowl
Rickey Jackson
Linebacker (1981-1993)
Hall of Fame (2010), 6× Pro Bowl, #57 retired, 115 Sacks, "Dome Patrol" Captain, erster primärer Saint in Canton
Archie Manning
Quarterback (1971-1982)
2× Pro Bowl, #8 unofficial retired, Ring of Honor, NFC Offensive Player of the Year (1978), Saints-Ikone trotz schwacher Teams
Willie Roaf
Offensive Tackle (1993-2001)
Hall of Fame (2012), 9× Pro Bowl, 7× First-Team All-Pro, Ring of Honor, eine der besten O-Linemen aller Zeiten
Alvin Kamara
Running Back (2017-present)
5× Pro Bowl, Offensive Rookie of the Year (2017), vielseitiger Playmaker, Franchise-Rekord 21 TDs in einer Saison (2020)
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